Kindorientierte Offene Pädagogik
Die Alltagsgestaltung in Fröbel-Einrichtungen ist geprägt durch eine offene Pädagogik. Offene Pädagogik beschreibt dabei eine Haltung aller Akteur*innen in unseren Krippen und Kindergärten, die von Offenheit – Respekt, Wertschätzung und Toleranz – geprägt ist. Diese Haltung mündet wiederum in ein offenes Arbeiten, das sich im täglichen pädagogischen Handeln durch die Berücksichtigung der Interessen und der Bedürfnisse aller Beteiligten ausdrückt. Zur Umsetzung einer offenen Pädagogik stehen bei Fröbel als Orientierung maßgeblich die in der Rahmenkonzeption formulierten Prinzipien Beziehung, Individualisierung und Partizipation im Vordergrund. Sie sind die Grundvoraussetzungen, um in Kindertageseinrichtungen offen zu arbeiten.
Individuell offen sein
Keine Einrichtung ist wie die andere – das darf auch so sein. Einrichtungen sind schon angefangen bei ihren verschiedenen baulichen Gegebenheiten nicht miteinander zu vergleichen. Es variieren die Anzahl der betreuten Kinder und der pädagogischen Fachkräfte, individuelle Einrichtungsschwerpunkte sowie Abläufe und Prozesse. Somit gibt es auch kein für alle gültiges Rezept bzw. Vorgehen, offen zu arbeiten.
Offen zu arbeiten bedeutet, sich im Team auszutauschen und dies innerhalb der gegebenen Rahmenbedingungen zu realisieren. Auch schließt dies ein, dass Zweifel, Vorschläge, innere Widerstände und ebenso ungewöhnliche und kreative Ideen gehört und ernst genommen werden. Dabei kann es vorkommen, dass manchmal ein Schritt “zurück“ gegangen werden muss oder “Umwege“ nötig sind, um alle Beteiligten mitzunehmen.
Gelebte Offenheit im pädagogischen Feld kann nur gelingen, wenn alle pädagogischen Fachkräfte miteinander kooperieren und eine konstruktive, offene Gesprächskultur leben können. Flexibilität im Denken und Gestalten sowie die Bereitschaft, das eigene pädagogische Handeln zu reflektieren, sind dabei ebenso Voraussetzungen. Pädagogische Angebote orientieren sich am Entwicklungsstand und an den Interessen der Kinder, sie geben Entwicklungsanreize in den jeweiligen pädagogischen Bereichen. Es ist daher die Aufgabe von pädagogischen Fachkräften, den Kindern Angebote zu machen.
Diese können sowohl mit den Kindern geplant als auch spontan gemacht werden, z. B. wenn Kinder bestimmte Fragen haben, Ideen für Spiele/Aktivitäten äußern oder die pädagogischen Fachkräfte Vorschläge zur Erweiterung der Spielmöglichkeiten der Kinder machen. Pädagogische Angebote sollten von den Kindern immer frei wählbar sein, das heißt, es muss Alternativen für die Kinder geben, die nicht an bestimmten Angeboten teilnehmen wollen.